"Hallo? Polizei?"
"Naja, Krisentruppe triffts eher im Moment."
"Wie? Auch gut. Hören Sie..."
"Ich höre doch. Was sind Sie denn so gestresst?"
"Na, das will ich doch grade erzählen. Also..."
"Ist es nicht erstaunlich, dass die Notrufe nach all dem noch funktionieren?"
"Doch, doch. Natürlich."
"Das geht jetzt alles über Satellit"
"Klingt ja hochinteressant, aber..."
"Fragen sie mich bloß nicht, wie das genau funktioniert."
"Nein, nein.."
"Aber is großartig gell?"
"Ja. Wo war ich?"
"Keine Ahnung. Melden Sie doch endlich, was sie zu melden haben. Sie verstopfen hier die Leitung."
"Also, wir sind hier gerade..."
"Es haben nähmlich noch mehr Leute Probleme"
"Wer nämlich mit h schreibt ist dämlich"
"Wie?"
"Also , wir sind hier in einem alten Haus und..."
"Wo?"
"Wie?"
"Na, sie müssen uns schon sagen wo Sie sich befnden."
"Können Sie mich nicht irgendwie orten"
"Doch"
"Na, dann tun Sies doch einfach"
"In Ordnung."
"Also, hier laufen überall Zombies rum"
"Wer?"
"Untote"
"Wie Vampire"
"Vampire? Jeder weiß doch, dass es keine Vampire gibt. Nein, die waren tot und sind dann wieder aus ihren Gräbern geklettert."
"Mehr wie Jesus, oder wie"
"Ja, aber in Böße"
"Wissen Sie, ich bin Atheist und über die Tatsache, ob Jesus gut oder böße war, kann man sehr lange streiten"
"Ist doch egal. Auf jeden Fall geht uns die Munition aus."
"Klingt nicht gut. Wer ist denn noch bei Ihnen?"
"Ein Tiger und eine Ukulele"
"Bitte? Ich glaub, Sie wolln mich hier verarschen!"
"Aber wenn ichs ihnen doch sage. Ich habe mich hier mit einem Tiger und einer Ukulele in einem alten Haus verbarrikadiert und versuche die Zombies abzuwehren"
düt düt düt
"Polizei, dein Freund und Helfer.", sagt die Ukulele.
Samstag, 29. Dezember 2012
Donnerstag, 27. Dezember 2012
3 Gefährten
"Was machst du denn da?", frage ich die Ukulele.
"Och, nichts besonderes"
"Du kommst auf einem Tiger dahergeritten, springst dabei über Lavaströme und Erdspalten und sagst das ist nichts besonderes"
"Naja, vielleicht ein bisschen besonder", räumt die Ukulele ein.
"Gib nicht so an!", sage ich. Wir fallen uns in die Arme. Fast drei Tage lang haben wir uns nicht gesehen. Die Zeit ist mir viel länger vorgekommen.
"Und wo haste den Tiger her?", frage ich
"Och. Von Bärnie"
"Achso, na dann. Wer ist Bärnie"
"Weiß nich. Zoowärter oder so. Wolte mich verheizen. Gottseidank hat der Tiger mit geholfen."
"Schlaues Tierchen"
"Ja. Er hat gesagt, dass er diese ganzen Menschen sowieso nicht mag. Und der Löwe muss ja auch ein totales Arschloch sein..."
"Du hast mit ihm gesprochen?", frage ich, leicht erstaunt.
"Wieso denn nicht", sagt die Ukulele.
"Wieso denn nicht", sagt der Tiger.
"Wieso denn nicht", sage ich und versuche aufzuwachen. Das muss ein Traum sein. Zu viel ist komisch, übernatürlich, einfach unmöglich.
"Immerhin haben wir jetzt noch einen Gefährten", sage ich, "Willkommen im Team"
"Och, dankeschön. Wäre doch nicht nötig gewesen", sagt der Tiger. Er ist wohl ein bisschen schüchtern.
"Doch. Natürlich ist das nötig. Immerhin hat ist ja auch einer von uns hier Schuld an dem ganzen Schammassel.", sage ich und schaue die Ukulele ein ischen böße an. Nicht sehr böße. Ich bin zu froh sie wiederzusehen. "Naja, gottseidank haben wir ja überlebt. Und außerdem war das ein ganz normaler Weltuntergang. So wie ich die Ukulele kenne, hätte das hier eigentlich eine Zombie-Apokalypse werden müssen. Aber soweit ist es ja zum Glück nicht gekommen"
Die Ukulele hustet verlegen. Irgendwie bekomme ich Angst...
"Och, nichts besonderes"
"Du kommst auf einem Tiger dahergeritten, springst dabei über Lavaströme und Erdspalten und sagst das ist nichts besonderes"
"Naja, vielleicht ein bisschen besonder", räumt die Ukulele ein.
"Gib nicht so an!", sage ich. Wir fallen uns in die Arme. Fast drei Tage lang haben wir uns nicht gesehen. Die Zeit ist mir viel länger vorgekommen.
"Und wo haste den Tiger her?", frage ich
"Och. Von Bärnie"
"Achso, na dann. Wer ist Bärnie"
"Weiß nich. Zoowärter oder so. Wolte mich verheizen. Gottseidank hat der Tiger mit geholfen."
"Schlaues Tierchen"
"Ja. Er hat gesagt, dass er diese ganzen Menschen sowieso nicht mag. Und der Löwe muss ja auch ein totales Arschloch sein..."
"Du hast mit ihm gesprochen?", frage ich, leicht erstaunt.
"Wieso denn nicht", sagt die Ukulele.
"Wieso denn nicht", sagt der Tiger.
"Wieso denn nicht", sage ich und versuche aufzuwachen. Das muss ein Traum sein. Zu viel ist komisch, übernatürlich, einfach unmöglich.
"Immerhin haben wir jetzt noch einen Gefährten", sage ich, "Willkommen im Team"
"Och, dankeschön. Wäre doch nicht nötig gewesen", sagt der Tiger. Er ist wohl ein bisschen schüchtern.
"Doch. Natürlich ist das nötig. Immerhin hat ist ja auch einer von uns hier Schuld an dem ganzen Schammassel.", sage ich und schaue die Ukulele ein ischen böße an. Nicht sehr böße. Ich bin zu froh sie wiederzusehen. "Naja, gottseidank haben wir ja überlebt. Und außerdem war das ein ganz normaler Weltuntergang. So wie ich die Ukulele kenne, hätte das hier eigentlich eine Zombie-Apokalypse werden müssen. Aber soweit ist es ja zum Glück nicht gekommen"
Die Ukulele hustet verlegen. Irgendwie bekomme ich Angst...
Mittwoch, 26. Dezember 2012
Winterwonderworld
Einsam lief er durch das verschneite Land. Es war kalt. Sehr kalt. Es war so kalt, dass fast direkt neben den Lavaflüssen schon Schnee lag. Die Landschaft wirkte gespenstisch. Weißer Boden, mit roten Flüssen durchzuigen und ein blutroter Himmel, das alles überspannend. Schon seit zwei Tagen irrte er nun durch diese gottverlassene Gegend. Und ihm war kalt. An den Lavaflüssen wärmen, das konnte er nicht. Die Angst war viel zu groß, dass er hineinfallen könnte. Berechtigt. Denn der geschmolzene Schnee an den Ufern der Flüsse nildete eine dicke, glatte Schicht aus Eis. Zu Ggroß die Gefahr hinein zu fallen.
So irrte er herum. Allein. Wo sein Gefährte war, wusste er nicht. Er wusste noch nicht einmal, wie er hier her kam. Er war gemütlich in einem Haus gesessen, Tagebuch geschrieben und sich auf den Heiligen Abend gefreut.
Und dann. Leere. Nichts als Leere und Finsternis umspannten seinen Kopf in der darauf folgenden Zeit. Und als er schließlich aufwachte, lag er frierend im kalten Schnee. Alleine. Niemand war da, der sich um ihn kümmern konnte, niemand, der ihm helfen konnte einen warmen Platz zu finden, etwas zu essen, oder seinen Gefährten.
Wo konnte der nur sein?
Er lief weiter durch die tote Landschaft. Fühlte sich leer. Nichts trieb ihn an. Der einzige Grund zu gehen, war nicht stehen zu bleiben. Sehnsucht nach Geborgenheit breitete sich aus, nach Gesellschaft, nach Menschen...
So irrte er herum. Allein. Wo sein Gefährte war, wusste er nicht. Er wusste noch nicht einmal, wie er hier her kam. Er war gemütlich in einem Haus gesessen, Tagebuch geschrieben und sich auf den Heiligen Abend gefreut.
Und dann. Leere. Nichts als Leere und Finsternis umspannten seinen Kopf in der darauf folgenden Zeit. Und als er schließlich aufwachte, lag er frierend im kalten Schnee. Alleine. Niemand war da, der sich um ihn kümmern konnte, niemand, der ihm helfen konnte einen warmen Platz zu finden, etwas zu essen, oder seinen Gefährten.
Wo konnte der nur sein?
Er lief weiter durch die tote Landschaft. Fühlte sich leer. Nichts trieb ihn an. Der einzige Grund zu gehen, war nicht stehen zu bleiben. Sehnsucht nach Geborgenheit breitete sich aus, nach Gesellschaft, nach Menschen...
Dienstag, 25. Dezember 2012
Zoo
"Wollt ihr mich jetzt bitte endlich losbinden?", frage ich einen der Bärtigen Männer vor mir. Sie sind Zoowärter. Oder waren es. Überall auf dem kleinen Bauernhof, den sie für sich erobert haben wimmelt es von exotischen Tieren. Tiger, Gorillas, Elefanten und und und. Ich habe richtig Angst, dass sie mich als Spielzeug verwenden wollen.
"Halts maul. Du hast hier garnichts zu melden", brüllt einer der Männer. Er ist der größte von ihnen. Soweit ich weiß heißt er Bernie. Bärnie würde besser passen.
"Wir können dich auch verbrennen, wenn wir nicht mehr genug Brennmaterial haben", brüllt mir ein anderer entgegen.
"Wieso, er ist doch Brennmaterial", brüllt ein dritter. Es ist schon leicht beängstigend. Vor allem wenn man allein ist. Mein Kumpan ist ja leider irgendwie verschwunden. Ich weiß nicht wo er sein könnte. Er hat gestern Abend noch dagesessen in unserer Bude und etwas in sein Tagebuch geschrieben. Und als wir dann Bescherung machen wollten, war er plötzlich weg. Noch nichtmal seinen Tagebucheintrag hat er fertig geschrieben.
Und ich will jetzt hier weg.
"He, Fettsack", brülle ich, "Ich hab durst."
"Halts Maul, wir haben doch selbst nichts", brüllt Bärnie.
"Dann leistet mir doch wenigstens Gesellschaft"
"Wozu brauch ne Gitarre Gesellschaft?"
"Ich bin verdammt nochmal eine Ukulele!!!"
"Is ja gut. Luki also. Trotzdem kann man dich wunderbar anzünden"
Bärnie kommt näher. Ich kann ein Glänzen in seinen Augen sehen. Das kann nichts Gutes bedeuten. Im Hintergrund nähert sich ein Tiger. Schönes Tier eigentlich. Sind ja leider auch kurz vorm Aussterben. Andererseits habe ich andere Probleme. Bärnie hat mich hochgehoben und trägt mich in Richtung Feuerstelle.
"Lass mich sofort runter", rufe ich. Ich weiß genau, dass es nichts bringen wird, aber versuchen kann mans ja mal.
"Nö", sagt Bärnie erwartungsgemäß. Leicht vorhersehbar, der Typ. Gleich wird er laut auflachen, mich hochheben, den anderen zeigen wie toll er doch ist und mich dann ins Feuer werfen. Rosige Aussichten.
Bärnie kommt vor dem Lagerfeuer zum Stehen.
Er lacht laut auf. Step One: Check!
Er hebt mich hoch und zeigt mich der Runde - Step Two: Check! - und bezeugt mit ein paar Gesten, dass er körperlich durchaus stark ist. Geistig eher weniger. Step Three: Check! Verdammt, jetzt wirds knapp. Wenn mir nicht bald was einfällt, dann wirft mich der Kerl ins...
"Halts maul. Du hast hier garnichts zu melden", brüllt einer der Männer. Er ist der größte von ihnen. Soweit ich weiß heißt er Bernie. Bärnie würde besser passen.
"Wir können dich auch verbrennen, wenn wir nicht mehr genug Brennmaterial haben", brüllt mir ein anderer entgegen.
"Wieso, er ist doch Brennmaterial", brüllt ein dritter. Es ist schon leicht beängstigend. Vor allem wenn man allein ist. Mein Kumpan ist ja leider irgendwie verschwunden. Ich weiß nicht wo er sein könnte. Er hat gestern Abend noch dagesessen in unserer Bude und etwas in sein Tagebuch geschrieben. Und als wir dann Bescherung machen wollten, war er plötzlich weg. Noch nichtmal seinen Tagebucheintrag hat er fertig geschrieben.
Und ich will jetzt hier weg.
"He, Fettsack", brülle ich, "Ich hab durst."
"Halts Maul, wir haben doch selbst nichts", brüllt Bärnie.
"Dann leistet mir doch wenigstens Gesellschaft"
"Wozu brauch ne Gitarre Gesellschaft?"
"Ich bin verdammt nochmal eine Ukulele!!!"
"Is ja gut. Luki also. Trotzdem kann man dich wunderbar anzünden"
Bärnie kommt näher. Ich kann ein Glänzen in seinen Augen sehen. Das kann nichts Gutes bedeuten. Im Hintergrund nähert sich ein Tiger. Schönes Tier eigentlich. Sind ja leider auch kurz vorm Aussterben. Andererseits habe ich andere Probleme. Bärnie hat mich hochgehoben und trägt mich in Richtung Feuerstelle.
"Lass mich sofort runter", rufe ich. Ich weiß genau, dass es nichts bringen wird, aber versuchen kann mans ja mal.
"Nö", sagt Bärnie erwartungsgemäß. Leicht vorhersehbar, der Typ. Gleich wird er laut auflachen, mich hochheben, den anderen zeigen wie toll er doch ist und mich dann ins Feuer werfen. Rosige Aussichten.
Bärnie kommt vor dem Lagerfeuer zum Stehen.
Er lacht laut auf. Step One: Check!
Er hebt mich hoch und zeigt mich der Runde - Step Two: Check! - und bezeugt mit ein paar Gesten, dass er körperlich durchaus stark ist. Geistig eher weniger. Step Three: Check! Verdammt, jetzt wirds knapp. Wenn mir nicht bald was einfällt, dann wirft mich der Kerl ins...
Montag, 24. Dezember 2012
Christmas Eve
4. Tag der Apokalypse
Vier Tage lang. Solange irren wr jetzt schon durch die verwüstete Landschaft. Der Himmel hat sich rot verfärbt. Das Iglu ist uns recht schnell doch zu klein geworden und so ziehen wir jetzt durch die Gegend und übernachten in nicht ganz zerstörten Häusern. Wir haben vereinzelt Überlebende gefunden und ich habe die Ukulele sogar dazu gebracht sich für den Weltuntergang zu entschuldigen.
Im Augenblick sind wir in einem kleinen Haus untergebracht, dass den Vorfall fast unbeschadet überstanden hat. Besitzer konnten wir nicht ausfindig machen, aber andererseits sind wir so unter uns.
Vor dem Haus stand eine noch recht intakte Tanne. Wir haben sie abgesägt. Sie steht jetzt im Wohnzimmer des Hauses als Christbaum. Im Keller habe ich sogar noch ein bisschen Weihnachtsschmuck gefunden und so hängen nun zerbrochene Kugeln und eine Lichterkette im Baum. Schade, dass wir keinen Strom haben um das Licht auch einzuschalten.
Die alten Möbel des Hauses haben wir genutzt um ein Lagerfeuer in der Mitte unserer neuen Heimat einzurichten. Es ist schon fast gemütlich. Nur die Ukulele nervt. Die wollte doch tatsächlich mein Tagebuch anzünden. Nur weil ich jetzt bald am Ende angekommen bin, heißt das nicht, dass es nutzlos ist. Man will seine Gedanken ja schließlich auch behalten. Vielleicht findet jemand dieses Buch in ein paar hundert Jahren, dann kann er lesen was ich hier schreibe. das stelle ich mir großartig vor. Vielleicht fintet man aber auch nur Bruchstücke. Man weiß vielleicht nicht wie es anfing, oder wie es endete. Vielleicht bricht es plötzlich ab und man weiß nicht warum.
Solche Gedanken mache ich mir jetzt zu Hauf. Wir leben in einer Postapokalyptischen Welt. Die Wahrscheinlichkeit hier zwischen Lavaflüssen und Schneestürmen zu überleben ist nicht gerade groß.
Immerhin haben wir es vorerst gemütlich. Heute ist Heiligabend. Ich habe doch Tatsächlich ein Geschenk gefunden. ein kleines Holzstückchen, das ich perfekt als Plektrum verwenden kann. Damit kann ich wieder schön auf ihr spielen. Vielleicht ein Weihnachtslied. Mal schaun was die Ukulele für mich hat. Ich freu mich s
Vier Tage lang. Solange irren wr jetzt schon durch die verwüstete Landschaft. Der Himmel hat sich rot verfärbt. Das Iglu ist uns recht schnell doch zu klein geworden und so ziehen wir jetzt durch die Gegend und übernachten in nicht ganz zerstörten Häusern. Wir haben vereinzelt Überlebende gefunden und ich habe die Ukulele sogar dazu gebracht sich für den Weltuntergang zu entschuldigen.
Im Augenblick sind wir in einem kleinen Haus untergebracht, dass den Vorfall fast unbeschadet überstanden hat. Besitzer konnten wir nicht ausfindig machen, aber andererseits sind wir so unter uns.
Vor dem Haus stand eine noch recht intakte Tanne. Wir haben sie abgesägt. Sie steht jetzt im Wohnzimmer des Hauses als Christbaum. Im Keller habe ich sogar noch ein bisschen Weihnachtsschmuck gefunden und so hängen nun zerbrochene Kugeln und eine Lichterkette im Baum. Schade, dass wir keinen Strom haben um das Licht auch einzuschalten.
Die alten Möbel des Hauses haben wir genutzt um ein Lagerfeuer in der Mitte unserer neuen Heimat einzurichten. Es ist schon fast gemütlich. Nur die Ukulele nervt. Die wollte doch tatsächlich mein Tagebuch anzünden. Nur weil ich jetzt bald am Ende angekommen bin, heißt das nicht, dass es nutzlos ist. Man will seine Gedanken ja schließlich auch behalten. Vielleicht findet jemand dieses Buch in ein paar hundert Jahren, dann kann er lesen was ich hier schreibe. das stelle ich mir großartig vor. Vielleicht fintet man aber auch nur Bruchstücke. Man weiß vielleicht nicht wie es anfing, oder wie es endete. Vielleicht bricht es plötzlich ab und man weiß nicht warum.
Solche Gedanken mache ich mir jetzt zu Hauf. Wir leben in einer Postapokalyptischen Welt. Die Wahrscheinlichkeit hier zwischen Lavaflüssen und Schneestürmen zu überleben ist nicht gerade groß.
Immerhin haben wir es vorerst gemütlich. Heute ist Heiligabend. Ich habe doch Tatsächlich ein Geschenk gefunden. ein kleines Holzstückchen, das ich perfekt als Plektrum verwenden kann. Damit kann ich wieder schön auf ihr spielen. Vielleicht ein Weihnachtslied. Mal schaun was die Ukulele für mich hat. Ich freu mich s
Samstag, 22. Dezember 2012
One Day After
Ich wache auf. Neben mir liegt die Ukulele. Sie schläft noch. Leicht angesengt sieht sie etwas verwegen aus. Ich hab zwar keine Ahnung wie sie den Weltuntergang eingeleitet hat, aber Respekt!
"Die halbe Weltbevölkerung ist tot. Herzlichen Glückwunsch!", wecke ich die Ukulele.
"Danke.", sagt die Ukulele und streckt sich, "Das Problem ist, dass du noch lebst."
"Achso", sage ich, "Wenns weiter nichts ist"
"Jetzt brauch ich doch ein Weihnachtsgeschenk für dich", sagt die Ukulele.
"Oder du wirfst mich einfach in die Lava", sage ich und bemerke, dass sich inzwischen ein riesiger Lavafluss durch die Landschaft schlängelt. Es ist unerträglich heiß. Vielleicht zehn Meter von einem Fluss aus flüssigem Gestein entfernt ist das allerdings auch nicht sehr erstaunlich.
"Vielleicht sollten wir weiter rauf gehen", schlage ich vor. Wir gehen über Trümmer von Häusern, über umgefallene Baume, zerstörte Straßen, Berge aus Schutt. Tote Menschen liegen überall. In einem Baum, der halb verbrannt noch steht sitzt ein bunt gemischter Schwarm aus Tauben, Spatzen, Meisen, Amseln und anderen Vögeln.
Wir erreichen den Gipfel des Hügels. Auf der anderen Seite hat sie Apokalypse nicht ganz so viel angerichtet. Trotzdem sieht die Winterlandschaft mit Erdrissen und umgefallenen Häusern nicht allzu heimelig aus.
"Hier ist es gleich viel kälter", sage ich als wir durch die zerstörte Gegend wandern. Es fängt an zu schneien.
"Bleibt sogar was liegen", freut sich die Ukulele.
"Etwas zu viel!", sage ich. Wir stapfen inzwischen durch einen Meter Neuschnee.
"Immerhin können wir uns ein Iglu bauen. Ist alles geplant."
"Wie baut man ein Iglu? Ich hab leider kein Internet, um nachzuschlagen wie man sowas baut."
Wir haben einen Hügel aus Schnee gebaut und ihn ausgehöhlt.
"War nicht sehr effektiv", sage ich, zusammengekauert in der 50cm größen Höhle.
"Mir passts", sagt die Ukulele, "Is doch schön warm"
"Juhu. nur 1 Grad Minus"
"Wieso. Draussen hats -30 Grad"
"Na dann kannst du mir Übermorgen ja wenigstens nen Schneeball schenken"
"Stimmt. Frohe weinacht", sagt die Ukulele. Immerhin einer ist zufrieden.
"Die halbe Weltbevölkerung ist tot. Herzlichen Glückwunsch!", wecke ich die Ukulele.
"Danke.", sagt die Ukulele und streckt sich, "Das Problem ist, dass du noch lebst."
"Achso", sage ich, "Wenns weiter nichts ist"
"Jetzt brauch ich doch ein Weihnachtsgeschenk für dich", sagt die Ukulele.
"Oder du wirfst mich einfach in die Lava", sage ich und bemerke, dass sich inzwischen ein riesiger Lavafluss durch die Landschaft schlängelt. Es ist unerträglich heiß. Vielleicht zehn Meter von einem Fluss aus flüssigem Gestein entfernt ist das allerdings auch nicht sehr erstaunlich.
"Vielleicht sollten wir weiter rauf gehen", schlage ich vor. Wir gehen über Trümmer von Häusern, über umgefallene Baume, zerstörte Straßen, Berge aus Schutt. Tote Menschen liegen überall. In einem Baum, der halb verbrannt noch steht sitzt ein bunt gemischter Schwarm aus Tauben, Spatzen, Meisen, Amseln und anderen Vögeln.
Wir erreichen den Gipfel des Hügels. Auf der anderen Seite hat sie Apokalypse nicht ganz so viel angerichtet. Trotzdem sieht die Winterlandschaft mit Erdrissen und umgefallenen Häusern nicht allzu heimelig aus.
"Hier ist es gleich viel kälter", sage ich als wir durch die zerstörte Gegend wandern. Es fängt an zu schneien.
"Bleibt sogar was liegen", freut sich die Ukulele.
"Etwas zu viel!", sage ich. Wir stapfen inzwischen durch einen Meter Neuschnee.
"Immerhin können wir uns ein Iglu bauen. Ist alles geplant."
"Wie baut man ein Iglu? Ich hab leider kein Internet, um nachzuschlagen wie man sowas baut."
Wir haben einen Hügel aus Schnee gebaut und ihn ausgehöhlt.
"War nicht sehr effektiv", sage ich, zusammengekauert in der 50cm größen Höhle.
"Mir passts", sagt die Ukulele, "Is doch schön warm"
"Juhu. nur 1 Grad Minus"
"Wieso. Draussen hats -30 Grad"
"Na dann kannst du mir Übermorgen ja wenigstens nen Schneeball schenken"
"Stimmt. Frohe weinacht", sagt die Ukulele. Immerhin einer ist zufrieden.
Freitag, 21. Dezember 2012
Apokalypse
"Heute ist Weltuntergang", sagt die Ukulele.
"Überübermorgen ist Heiligabend", sage ich, "Was soll die Scheiße."
"Kann man nix machen."
Das Haus wackelt.
"Erdbeben Nummero eins", sage ich
Es dauert nur eine Minute. Ungefähr. Zwei Vasen sind zu Bruch gegangen. Ich wusste garnicht, dass ich Vasen im Haus habe...
Es bebt nochmal. Diesmal etwas stärker. Ein Schrank fällt um. Inklusive Inhalt natürlich. Auf dem Boden liegen kreuz und quer verteilt zerbrochenes Geschirr, Besteck und ein paar Bücher. Ah, die Judenbuche. Um die ist es nicht Schade. Ich werfe das dünne Buch in das Feuer, das durch den umgefallenen Adventkranz entstanden ist. Eine angenehme Wärme erfüllt den Raum. Würde nicht auch die Couch anfangen zu brennen, wäre es echt gemütlich.
"Mir wird heiß", sagt die Ukulele.
"Kannst du eigentlich brennen?", frage ich.
Die Ukulele deutet auf ihren Hals. Er brennt.
"Oh", sage ich und schütte etwas Champagner auf sie. Den hab ich extra zu Weltuntergang gekauft. Verschwendung mit sowas brennende Instrumente zu löschen.
Ein neues Erdbeben reißt mich aus meinen Gedanken. Ich laufe schnell aus dem Haus. Das war eine gute Idee, denn das Haus fällt in sich zusammen. Es war aber auch eine schlechte Idee, denn der Baum hinter mir fällt ebenfalls. Und zwar auf mich.
Langsam öffne ich die Augen. Bäume sind härter als ich es mir vorgestellt habe. Platsch. Die Ukulele hat mir einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet.
"Danke", sage ich, "das habe ich gebraucht."
"Bitte. Komm, wir müssen weiter."
Ich schaue hinunter in die Stadt. Das ist wunderbar möglich. Denn es stehen keine Häuser mehr, die den Blick einschränken könnten. Das Bild, das sich mir bietet, ist atemberaubend. Der Fluss ist über die Ufer getrehten. Nicht nur ein bisschen. Ein gigantischer Fluss rauscht zwischen den beiden Hügelketten entlang. Das macht aber nichts. Denn da, wo früher die Altstadt war, ist jetzt ein gigantischer Graben. Da fließt zum einen der Fluss hinein, zum anderen aber vor allem Lava heraus, sodass der Fluss, vor dem Eintritt in die Spalte größtenteils verdampft.
"Oha", sage ich, "Nicht schlecht. Und wie haste das jetzt angestellt?"
"Och, war nich so schwer."
"Ein Problem gibts aber noch", sage ich, "Neben der Tatsache, dass grade Milliarden von Menschen sterben, die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr existiert und wir hier schwer verletzt rumliegen."
"So? Was denn?", fragt die Ukulele.
"Du hast immer noch kein Weihnachtsgeschenk für mich"
"Du aber auch nicht für mich", sagt die Ukulele. Sie hat Recht...
"Überübermorgen ist Heiligabend", sage ich, "Was soll die Scheiße."
"Kann man nix machen."
Das Haus wackelt.
"Erdbeben Nummero eins", sage ich
Es dauert nur eine Minute. Ungefähr. Zwei Vasen sind zu Bruch gegangen. Ich wusste garnicht, dass ich Vasen im Haus habe...
Es bebt nochmal. Diesmal etwas stärker. Ein Schrank fällt um. Inklusive Inhalt natürlich. Auf dem Boden liegen kreuz und quer verteilt zerbrochenes Geschirr, Besteck und ein paar Bücher. Ah, die Judenbuche. Um die ist es nicht Schade. Ich werfe das dünne Buch in das Feuer, das durch den umgefallenen Adventkranz entstanden ist. Eine angenehme Wärme erfüllt den Raum. Würde nicht auch die Couch anfangen zu brennen, wäre es echt gemütlich.
"Mir wird heiß", sagt die Ukulele.
"Kannst du eigentlich brennen?", frage ich.
Die Ukulele deutet auf ihren Hals. Er brennt.
"Oh", sage ich und schütte etwas Champagner auf sie. Den hab ich extra zu Weltuntergang gekauft. Verschwendung mit sowas brennende Instrumente zu löschen.
Ein neues Erdbeben reißt mich aus meinen Gedanken. Ich laufe schnell aus dem Haus. Das war eine gute Idee, denn das Haus fällt in sich zusammen. Es war aber auch eine schlechte Idee, denn der Baum hinter mir fällt ebenfalls. Und zwar auf mich.
Langsam öffne ich die Augen. Bäume sind härter als ich es mir vorgestellt habe. Platsch. Die Ukulele hat mir einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet.
"Danke", sage ich, "das habe ich gebraucht."
"Bitte. Komm, wir müssen weiter."
Ich schaue hinunter in die Stadt. Das ist wunderbar möglich. Denn es stehen keine Häuser mehr, die den Blick einschränken könnten. Das Bild, das sich mir bietet, ist atemberaubend. Der Fluss ist über die Ufer getrehten. Nicht nur ein bisschen. Ein gigantischer Fluss rauscht zwischen den beiden Hügelketten entlang. Das macht aber nichts. Denn da, wo früher die Altstadt war, ist jetzt ein gigantischer Graben. Da fließt zum einen der Fluss hinein, zum anderen aber vor allem Lava heraus, sodass der Fluss, vor dem Eintritt in die Spalte größtenteils verdampft.
"Oha", sage ich, "Nicht schlecht. Und wie haste das jetzt angestellt?"
"Och, war nich so schwer."
"Ein Problem gibts aber noch", sage ich, "Neben der Tatsache, dass grade Milliarden von Menschen sterben, die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr existiert und wir hier schwer verletzt rumliegen."
"So? Was denn?", fragt die Ukulele.
"Du hast immer noch kein Weihnachtsgeschenk für mich"
"Du aber auch nicht für mich", sagt die Ukulele. Sie hat Recht...
Donnerstag, 20. Dezember 2012
Schnapsidee
"Ich glaub morgen ist gar kein Weltuntergang.", sagt die Ukulele.
"Sei doch froh", sage ich, "Dann bleibste am Leben und kannst ne fette afterapokalyptische Party machen"
"Zu spät zum planen", sagt die Ukulele
"Stimmt. Aber Weihnachten willste doch wohl nicht verpassen."
"Hab eh noch keine Geschenke"
"Achso. Also lieber Weltuntergang als Weihnachten?"
"Genau"
"Und wenn der Weltuntergang jetzt wirklich nicht kommt."
"Ich hab da ne Idee. Der Weltuntergang kommt."
"Bitte?", sage ich, "Du willst die ganze Menschheit vernchten bloß weil du noch keine Geschenke gekauft hast?"
"Jep."
"Und du hast auch schon nen Plan und weißt ganz genau wie du das anstellen willst?!
"Jep"
"Nagut", sage ich, "Dann kriegst du aber auch keine Geschenke."
"Ich hatte ja erst Geburtstag. Das passt schon."
"Sei doch froh", sage ich, "Dann bleibste am Leben und kannst ne fette afterapokalyptische Party machen"
"Zu spät zum planen", sagt die Ukulele
"Stimmt. Aber Weihnachten willste doch wohl nicht verpassen."
"Hab eh noch keine Geschenke"
"Achso. Also lieber Weltuntergang als Weihnachten?"
"Genau"
"Und wenn der Weltuntergang jetzt wirklich nicht kommt."
"Ich hab da ne Idee. Der Weltuntergang kommt."
"Bitte?", sage ich, "Du willst die ganze Menschheit vernchten bloß weil du noch keine Geschenke gekauft hast?"
"Jep."
"Und du hast auch schon nen Plan und weißt ganz genau wie du das anstellen willst?!
"Jep"
"Nagut", sage ich, "Dann kriegst du aber auch keine Geschenke."
"Ich hatte ja erst Geburtstag. Das passt schon."
Montag, 17. Dezember 2012
Special
"Also. Einmal die Funghi und einmal...Was willst duß", frage ich die Ukulele.
"Speziale"
"...und einmal Speciale...Ja, beide groß..Ok...Gut"
"Was hat er gesagt?"
"Halbe bis dreiviertel Stunde"
"Ich hab aber jetzt schon Hunger."
"Wir haben noch Brot", sage ich und deute auf den Stein im Brotkorb, der früher angeblich essbar war. Im allgemeinen merke ich, dass ich mich in letzter Zeit sehr habe gehn lassen. Das muss sich ändern.
"Ich will was großes machen", sage ich zur Ukulele.
"Hättste ne Familienpizza genommen"
"Ich mein doch nich aufs Klo gehn. Ich will etwas schaffen. Etwas das die MEnschheit bewegt. Etwas, in das ich alle meine Kräfte stecken kann."
"Ok.", sagt die Ukulele, "Dichte was"
"Ich frag mich ob's dem Heidekraut
Nicht manchmal vor der Heide graut", sage ich.
"Nun gut. Das sollten wir lassen. Mach was anderes."
Es klingelt.
"Funghi", sagt der Chinese vor mir, "Speziale. 15 Euro"
Ich gebe ihm das Geld. Trinkgeld hat er nicht verdient. Er hat den Zeitplan nicht im geringsten eingehalten. Nur fünf Minuten hat es gedauert.
Gib mir meine Ukulele-Speziale"
"Gute Idee", sage ich, "ein Ukulele-Special. Zu Weihnachten. Nein. Zum Weltuntergang. Ein riesiges Special. Jeden Tag eine Geschichte. Zusammen ein riesiges Gesamtwerk. Großartig. Was sagst du dazu?"
"Darf ich dann bitte meine Pizza haben?"
"Speziale"
"...und einmal Speciale...Ja, beide groß..Ok...Gut"
"Was hat er gesagt?"
"Halbe bis dreiviertel Stunde"
"Ich hab aber jetzt schon Hunger."
"Wir haben noch Brot", sage ich und deute auf den Stein im Brotkorb, der früher angeblich essbar war. Im allgemeinen merke ich, dass ich mich in letzter Zeit sehr habe gehn lassen. Das muss sich ändern.
"Ich will was großes machen", sage ich zur Ukulele.
"Hättste ne Familienpizza genommen"
"Ich mein doch nich aufs Klo gehn. Ich will etwas schaffen. Etwas das die MEnschheit bewegt. Etwas, in das ich alle meine Kräfte stecken kann."
"Ok.", sagt die Ukulele, "Dichte was"
"Ich frag mich ob's dem Heidekraut
Nicht manchmal vor der Heide graut", sage ich.
"Nun gut. Das sollten wir lassen. Mach was anderes."
Es klingelt.
"Funghi", sagt der Chinese vor mir, "Speziale. 15 Euro"
Ich gebe ihm das Geld. Trinkgeld hat er nicht verdient. Er hat den Zeitplan nicht im geringsten eingehalten. Nur fünf Minuten hat es gedauert.
Gib mir meine Ukulele-Speziale"
"Gute Idee", sage ich, "ein Ukulele-Special. Zu Weihnachten. Nein. Zum Weltuntergang. Ein riesiges Special. Jeden Tag eine Geschichte. Zusammen ein riesiges Gesamtwerk. Großartig. Was sagst du dazu?"
"Darf ich dann bitte meine Pizza haben?"
Donnerstag, 13. Dezember 2012
Kchr
Kchr Kchr Kchr
"Was machst du denn da drinnen", fragt die Ukulele vor der geschlossenen Badtüre.
"Ich rasiere mich.", sage ich hinter der geschlossenen Badtüre.
"Rasieren? Das klingt, als würdest du einen Baum absägen"
Kchr Kchr Kchr
"Das liegt daran, dass ich ein und die selbe klinge jetzt schon seit längerer Zeit nutze."
"Achso"
Kchr Kchr Kchr
"Und die is halt jetzt stumpf und kratzt.", sage ich, "Seit zwei Monaten"
"Seit zwei Monaten? Mal dran gedacht ne neue zu kaufen?"
"Drann gedacht schon. Aber zu faul es auch zu tun."
Kchr Kchr Kchr
"Aber inzwischen ist es halt schon unangenehm", sage ich.
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Was ist das denn jetzt wieder?"
"Mir ist eingefallen, dass ich ja noch den elektrischen Rasierer habe."
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Ist der besser?"
"Nö"
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Was is denn da drann anders?"
"Na, der is eben elektrisch... Und er funktioniert ncht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe."
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Warum?"
"Ich geh grad zum zehnten mal über ein und das selbe Haar. Des will nich weg."
Brrrrrr... Brrrr.. Brrr..br...r
"Was ist denn jetzt los?"
"Akku alle."
"Lass dir halt nen Bart wachsen"
"Ist auch keine schlechte Idee", sage ich, "Kriegen Ukulelen Bärte?"
"Hab ich mich jemals rasiert?", fragt die Ukulele.
"Ich dachte ja nur..."
"Du denkst viel zu viel", sagt die Ukulele, "Viel zu viel..."
"Was machst du denn da drinnen", fragt die Ukulele vor der geschlossenen Badtüre.
"Ich rasiere mich.", sage ich hinter der geschlossenen Badtüre.
"Rasieren? Das klingt, als würdest du einen Baum absägen"
Kchr Kchr Kchr
"Das liegt daran, dass ich ein und die selbe klinge jetzt schon seit längerer Zeit nutze."
"Achso"
Kchr Kchr Kchr
"Und die is halt jetzt stumpf und kratzt.", sage ich, "Seit zwei Monaten"
"Seit zwei Monaten? Mal dran gedacht ne neue zu kaufen?"
"Drann gedacht schon. Aber zu faul es auch zu tun."
Kchr Kchr Kchr
"Aber inzwischen ist es halt schon unangenehm", sage ich.
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Was ist das denn jetzt wieder?"
"Mir ist eingefallen, dass ich ja noch den elektrischen Rasierer habe."
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Ist der besser?"
"Nö"
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Was is denn da drann anders?"
"Na, der is eben elektrisch... Und er funktioniert ncht ganz so, wie ich mir das vorgestellt habe."
Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
"Warum?"
"Ich geh grad zum zehnten mal über ein und das selbe Haar. Des will nich weg."
Brrrrrr... Brrrr.. Brrr..br...r
"Was ist denn jetzt los?"
"Akku alle."
"Lass dir halt nen Bart wachsen"
"Ist auch keine schlechte Idee", sage ich, "Kriegen Ukulelen Bärte?"
"Hab ich mich jemals rasiert?", fragt die Ukulele.
"Ich dachte ja nur..."
"Du denkst viel zu viel", sagt die Ukulele, "Viel zu viel..."
Montag, 10. Dezember 2012
Sinnlos
"Kalmi schecktl ulff!", sagt die Ukulele.
"Pfrömmt, krk sischsari kopetli?"
"Aschma laud guzl kölästrt!"
"Hünpöffkall trin", sage ich, "estiz ni fönds"
"Is ja gut", sagt die Ukulele, "Reicht schon wieder."
"Och schade. Jetzt wos grade lustig geworden ist"
"Wenns am schönsten ist soll man aufhören"
Leicht enttäuscht verlasse ich den Raum. Immer wenns grade so richtig schön sinnlos wird, muss ich aufören. Das ist blöd. Ich hätte noch stundenlang sinnlos Buchstaben aneinander reihen können. Vielleicht sogar mit Sinn. Aber dann wärs ja nicht mehr sinnlos.
Überhaupt ist alles so sinnlos geworden. Die Menschen vegetieren nur noch dahin. Inklusive mir. Man steht morgens auf, macht was und geht abends wieder ins Bett. Wo bleibt da Platz für eigene Ideen, für eigene Kreativität? Wo kann man sich noch inspirieren lassen in diesem Brei aus Mainstream? Wo ist da noch Innovation? Wo ist Neues? Das Leben plätschert vor sich hin. Muss ja. Irgendwie. Aber es bleibt kein Platz mehr für selbstverwirklichung.
Alles sinnlos!
Akzpfö giguggl tamblim!
"Pfrömmt, krk sischsari kopetli?"
"Aschma laud guzl kölästrt!"
"Hünpöffkall trin", sage ich, "estiz ni fönds"
"Is ja gut", sagt die Ukulele, "Reicht schon wieder."
"Och schade. Jetzt wos grade lustig geworden ist"
"Wenns am schönsten ist soll man aufhören"
Leicht enttäuscht verlasse ich den Raum. Immer wenns grade so richtig schön sinnlos wird, muss ich aufören. Das ist blöd. Ich hätte noch stundenlang sinnlos Buchstaben aneinander reihen können. Vielleicht sogar mit Sinn. Aber dann wärs ja nicht mehr sinnlos.
Überhaupt ist alles so sinnlos geworden. Die Menschen vegetieren nur noch dahin. Inklusive mir. Man steht morgens auf, macht was und geht abends wieder ins Bett. Wo bleibt da Platz für eigene Ideen, für eigene Kreativität? Wo kann man sich noch inspirieren lassen in diesem Brei aus Mainstream? Wo ist da noch Innovation? Wo ist Neues? Das Leben plätschert vor sich hin. Muss ja. Irgendwie. Aber es bleibt kein Platz mehr für selbstverwirklichung.
Alles sinnlos!
Akzpfö giguggl tamblim!
Samstag, 8. Dezember 2012
Hilfe zur Selbsthilfe
Der Kühlschrank ist leer.
Gestern war ich einkaufen.
"Warum ist der Kühlschrank leer?", frage ich die Ukulele.
"Ja, wenn niemand einkauft, kann man da nix machen.", sagt die Ukulele.
"Ich HABE aber eingekauft"
"Ja, gestern"
"Wie hast du in nur einem Tag einen vollgefüllten Kühlschrank leerbekommen?", frage ich.
"Party?", fragt die Ukulele.
Das erklärt einiges. Erstens, warum mich die Ukulele gestern Abend aus dem Haus geschickt hat. Zweitens, warum ich erst heute morgen wiederkommen durfte. Drittens, warum ich doppelt soviel wie sonst kaufen sollte. Und zu guter letzt, warum ich heute mit putzen dran bin. Andererseits bin ich immer mit putzen dran.
"Du bist heute mit putzen dran", sagt die Ukulele.
"Nä, den Dreck kannste selber wegmachen", sage ich, "Was soll denn das? Ich kauf ein, werd weggeschickt und kann dann noch deine Partyreste wegmachen."
"Aber des is doch kein Dreck", sagt die Ukulele, "Des sind Lebensmittel. In Afrika würden die sich freuen..."
"Wenn sie zertretene in Vodka marinierte Chips zu essen hätten", beende ich den Satz.
"Genau"
"Ich glaub die Leute in Afrika hätten sich mehr gefreut, wenn wir ihnen mit dem Geld, das ich für deine Party ausgegeben hab, ohne es zu wissen, zur Selbsthilfe geholfen hätten. Wie das immer so schön heißt."
"Eh, ja, da isses jetz zu spät."
"Nö", sage ich, "Du kanns jetzt schön deine Schulden abarbeiten. Dann kann man auch mal was Gutes tun."
"Wie denn?"
Ich deute auf die Verwüstung, die seit gestern hier herrscht.
"So.", sage ich.
"Och nö", sagt die Ukulele
"Och doch!"
"Ich weiß doch gar nicht wie das geht. Putzen und so"
Ich halte der Ukulele ein Buch hin. 'Saubermachen leicht gemacht'
"Was solln das jetzt?"
"Hilfe zu Selbsthilfe", sage ich.
Gestern war ich einkaufen.
"Warum ist der Kühlschrank leer?", frage ich die Ukulele.
"Ja, wenn niemand einkauft, kann man da nix machen.", sagt die Ukulele.
"Ich HABE aber eingekauft"
"Ja, gestern"
"Wie hast du in nur einem Tag einen vollgefüllten Kühlschrank leerbekommen?", frage ich.
"Party?", fragt die Ukulele.
Das erklärt einiges. Erstens, warum mich die Ukulele gestern Abend aus dem Haus geschickt hat. Zweitens, warum ich erst heute morgen wiederkommen durfte. Drittens, warum ich doppelt soviel wie sonst kaufen sollte. Und zu guter letzt, warum ich heute mit putzen dran bin. Andererseits bin ich immer mit putzen dran.
"Du bist heute mit putzen dran", sagt die Ukulele.
"Nä, den Dreck kannste selber wegmachen", sage ich, "Was soll denn das? Ich kauf ein, werd weggeschickt und kann dann noch deine Partyreste wegmachen."
"Aber des is doch kein Dreck", sagt die Ukulele, "Des sind Lebensmittel. In Afrika würden die sich freuen..."
"Wenn sie zertretene in Vodka marinierte Chips zu essen hätten", beende ich den Satz.
"Genau"
"Ich glaub die Leute in Afrika hätten sich mehr gefreut, wenn wir ihnen mit dem Geld, das ich für deine Party ausgegeben hab, ohne es zu wissen, zur Selbsthilfe geholfen hätten. Wie das immer so schön heißt."
"Eh, ja, da isses jetz zu spät."
"Nö", sage ich, "Du kanns jetzt schön deine Schulden abarbeiten. Dann kann man auch mal was Gutes tun."
"Wie denn?"
Ich deute auf die Verwüstung, die seit gestern hier herrscht.
"So.", sage ich.
"Och nö", sagt die Ukulele
"Och doch!"
"Ich weiß doch gar nicht wie das geht. Putzen und so"
Ich halte der Ukulele ein Buch hin. 'Saubermachen leicht gemacht'
"Was solln das jetzt?"
"Hilfe zu Selbsthilfe", sage ich.
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Club
Der
Kuchen hat der Ukulele nicht geschmeckt.
Zu
wenig Alkohol.
Auch
war sie zutiefst enttäuscht dass keine Kerzen drauf waren.
Und
dass der See aus Eierlikör inzwischen ausgelaufen war.
Als
Trost soll ich mit ihr in einen Club gehen.
„Haste
überhaupt einen Ausweis?“, frage ich. Wir stehen in einer
langen Schlange vor genau dem Club, vor dem ich immer am meisten
Angst hatte.
„Nö“,
sagt die Ukulele.
„Musiker?“,
fragt der Zwei-Meter-Fünfzig-Türsteher.
„Was“,
frage ich.
„Ob
se Musika sin.“
„Ja“,
sagt die Ukulele und schleift mich nach drinnen. Verdammt.
Es ist
schlimmer als ich es mir vorgestellt habe.
Alles
ist schwarz.
Auch
das Licht.
Mein
T-Shirt nicht.
Das
ist weiß.
Ich
bin zur einzigen Lichtquelle in einem riesigen, schwarzen Nichts
mutiert. Ich hasse sowas. Dabei hat mir die Ukulele doch extra gesagt
ich soll was weißes anziehen
„Wieso
hast du mir gesagt ich soll was weißes anziehen?“
„Ich
wollte sehen wie die Leute hier reagieren.“
„Achsooooo.
Na dann passts ja“
Tatsächlich
reagieren die schwarzen Gestalten. Eine große, mit langen,
schwarzen Haaren und einem kleinen schwarzen Bärtchen kommt auf
mich zu. Auf seinem T-Shirt steht „Heute schon geritzt?“.
Ich
befürchte der meint das ernst“, sage ich zur Ukulele, als mein
mir immer näher kommendes Gegenüber ein Messer zieht.
„Die
haben hier auch den Arsch offen“, sage ich, als mich dichte
Nebelschwaden einhüllen.
„Also
ich finds gut“, sagt die Ukulele, „Abgesehen von der Tatsache,
dass wir den Typen mit Messer nicht mehr sehen.“
„Ich
spüre ihn“, schreie ich. Eine scharfe Klinge hat meinen linken
Arm mit einem roten Strich verziert, aus dem das Blut nur so strömt.
„Irgendwie
kommt mir die ganze Sache hier sehr komisch vor.“, sage ich als wir
bereits im Blut schwimmen. Wir werden in einen riesigen roten Strudel
gezogen.
„Eigentlich
ganz lustig“, sagt die Ukulele, „Wie auf'm Jahrmarkt“
Als
ich mich auf eine Insel aus schwarz gekleideten Körpern retten
kann ist die Ukulele verschwunden. Der Himmel hat sich blutrot
gefärbt. Apokalyptische Gestalten kommen und zerstören
alles was noch nicht zerstört ist. Ein großer schwarzer
Engel trägt mich einige Kilometer nach oben und lässt mich
los.
Ich
lande unsanft auf dem harten Holzboden. Ein Bein hat es geschafft im
Bett liegen zu bleiben. Ich verrenke mich, stehe auf und mache mir
erstmal einen Kaffee.
Montag, 3. Dezember 2012
Geburtstag
Die
Ukulele hat Geburtstag.
Morgen.
Zum
fünfzehnten Mal.
In
diesem Jahr...
Und
zum fünfzehnten Mal in diesem Jahr habe ich die Ukulele aus dem
Haus geschickt.
„Der
Trick mit dem Freibier klappt jetzt zum fünfzehnten Mal.“,
sage ich zu meinem Kumpel, der mir helfen soll mir zum fünfzehnten
mal in diesem Jahr ein Geschenk auszudenken.
„Wie
wärs mit nem Kuchen?“, fragt mein Kumpel.
„Ne,
müsste schon ne Torte sein“
„Am
besten mit viel Alkohol“
„Die
Ukulele frisst alles“
Wir
haben ein altes Eierlikörkuchenrezept gefunden. Sämtliche
Eier wurden durch Likör ersetzt.
„Das
reicht nicht“, sage ich, „Der ganze Alkohol verdampft doch beim
Backen“
„Dann
müssen wir das mit ner großen Flasche STROH80 tränken“
Der
Kuchen ist fertig gebacken.
Wir
tränken ihn mit STROH.
STROH40.
Die
kleine Flasche.
War
billiger...
Es ist
sowieso viel zu viel.
Um den
Kuchen zu retten stechen wir verzweifel Löcher hinein.
Tatsächlich saugt er den restlichen Rum noch auf. Wir haben noch
eine ganze halbe Flasche Eierlikör.
Der
aus Sahne geformte Eierlikörpool ist nicht sehr stabil. Und voll
bis zum Anschlag. Beziehungsweise jetzt nicht mehr.
„Du
hättest den Kuchen nicht hochheben sollen“, sagt mein Kumpel.
„Das
is ne Torte. Und außerdem“, sage ich, „Ich weiß nicht
genau, wie viele Kerzen ich da drauf tun soll“
„Am
besten gar keine.“
Ich
halte mich an den Rat meines Kumpels. Er hat oft gute Ratschläge
parat. Von ihm stammt auch die Idee meine Memoiren aufzuschreiben.
„Da
steht mein Name gar nicht“, sagt mein Kumpel.
„Tja,
dann sag ihn doch einfach“
Er
sagt seinen Namen.
„Hat
nicht funktioniert...“, sage ich
Donnerstag, 29. November 2012
Protest
„Ich
hab Dir ne Wanze untergeschmuggelt.“
„Was?“,
frage ich leicht erstaunt.
„Na,
damit ich dich abhören kann.“
„Achso“,
sage ich, „Klar. WARUM WILLST DU MICH ABHÖREN?“
„Jetzt
schrei doch nicht so“, sagt die Ukulele, „Ich hab mir halt
gedacht, das wäre ganz interessant.“
„Sag
mal, geht’s noch? Das sind ja hier Verhältnisse wie bei der
DDR!“, sage ich, „Wie bei der Stasi!“
„Na
und? Die DDR war ein ganz normales Land.“
„Ja
genau, ganz normal, schön mit totalitärem System und viel
Überwachung.“
„Genau“,
sagt die Ukulele, „Wie es halt jetzt auch ist.“
„Wie?“,frage
ich leicht erstaunt. Ich muss mich langsam an die spezielle Denkweise
der Ukulele gewöhnen.
„Na,
zum Beispiel die StVO?“
„Was?“,
frage ich leicht erstaunt. Ich muss mich langsam an die spezielle
Denkweise der Ukulele... ach was soll's.
„Sag
mal, hörst du irgendwie schlecht? Es Te Vau Oh“, buchstabiert
die Ukulele nochmal ganz langsam, „Der Inbegriff der Diktatur“
„Bitte?“,
frage ich leicht erstaunt. Ich muss mich echt... Ist ja auch egal.
„Na,
schaus dir doch mal an. Rechts vor links. Und bei rot muss man
stehn.“
„Ja,
aber fahren darfste bei grün“
„Ähh,
ja genau. Des is nur ganz kurz zu sehen. Man soll sozusagen davor
fliehen.“
„Und
gelb?“
„Also
das is doch klar. Gelb ist nicht stehen und nicht fahren. Gelb ist
sinnlos.“
„Das
klingt allerdings logisch.“, sage ich.
„An
diese diktatorischen Zwänge kann und werde ich mich nicht
halten. Das verbietet mir mein Gewissen!“
„Ach
deshalb hast du keinen Führerschein.“
„Ne.“
„Wieso
dann?“
„Zu klein“
„Och
du ärmster. Sag mal, wie sind wir eigentlich auf dieses Thema
gekommen? Ich weiß nur noch, dass ich mich über irgendwas
tierisch aufgeregt habe.“
„Ich
weiß auch nicht“, sagt die Ukulele und verlässt grinsend
das Zimmer. Irgendwas sagt mir, dass sie mich gerade angelogen hat.
Sonntag, 25. November 2012
Zoff
„Auf
Ex!“, sagt die Ukulele zum gefühlten 17. mal in einer Sekunde
und lehrt ihr Glas. Ich frage mich ob sie bemerkt hat, dass ich
sämtliche leeren Wodka-Flaschen einfach mit Wasser aufgefüllt
habe.
Anscheinend
nicht.
Vielleicht
ist sie ja doch nicht so schlau wie sie imme
„He,
gib meinen Stift her!“, sage ich und schreibe gleichze
gleichzeitig
mit einem inzwischen dritten Stift weit
„Nö“, sagt die Ukulele und hält ihre drei Geißeln hoch.
„Du hast Wasser in die ganzen Flaschen rein!“ Erst hab ich gedacht, damit gehts vielleicht auch. Aber Wasser haut halt einfach nich richtig rein“, sagt die U
„Nö“, sagt die Ukulele und hält ihre drei Geißeln hoch.
„Du hast Wasser in die ganzen Flaschen rein!“ Erst hab ich gedacht, damit gehts vielleicht auch. Aber Wasser haut halt einfach nich richtig rein“, sagt die U
„Erstmal
will ich meine 4 Stifte wieder“, sage ich, „Soviel hab ich jetzt
auch nicht mehr auf Lager.“
„Wie
viele denn noch?“
„73“
„72“,
jubelt die Ukulele.
„Wenn du so weitermachst kriegste nie wieder Alkohol!“
„Wenn du so weitermachst kriegste nie wieder Alkohol!“
„Wenn
DU so weitermachst, 71, schreibst d nie wieder auf was ich so
mache.“, sagt die Ukulele, „70!“
„Ich
hab jetzt da echt keinen Bock mehr drauf“, sage ich und schreibe am
Computer weiter.
„Das
wird dir nicht viel bringen.“, ruft die Ukulele, nimmt Anlauf und
springt auf die
Tastatfgnrliuwhfalinainuvim9wdpuw9ptnevnm33zudnkiuztrew3asxcvgr56zhnmko98uztr43wesdxcvbhjzgbnmkoiujhjkchgxbynmajkchkjLUHDJLcnj4mlwow8fmvöoimn2j,n vö0vsdnbvkhvmoldfvoidsmvsc,mnviumrsoöfkwj74ö-.sdoöfgosjfuokcgpuhjewxä084jmckjba2lkmbdcnlv+mnvsloif´gv,mrfvbkn
„Jetzt
reichts“, sage ich, nachdem ich die Ukulele wieder entfernt habe.
Die
Ukulele geht aus dem Zimmer. Ich weiß nicht was ich schreiben
soll, wenn sie nicht da ist. Ich sitze vor dem Computer und schreibe.
Die Ukulele schleicht sich hinter mir vorbei. Interessant, sage ich
mir, ein allwissender Erzähler. Ohne dass ich es bemerke
erreicht die Ukulele die Steckdose. Ich schreibe Ahnungslos weiter.
Völlig unbekümmert sitze ich da und tippe, während die
Ukulele den Stecker aus der Steckd
Dienstag, 20. November 2012
Prost
Ich
habe die Ukulele nicht an meinen Vormieter weitergegeben. Erstens weiß
ich gar nicht wo ich den finde und zweitens hat sich die Ukulele bei mir ganz gut eingelebt. Und ich hab mich auch ganz gut mit ihr
abgefunden. Den größten Teil des Tages bin ich sowieso
außer Hause. Meine Alkoholvorräte sind inzwischen leider
ziemlich aufgebraucht und die zuvor noch existierende Restordnung
wurde in ein totales Chaos verwandelt.
„Also
daran bist du jetzt aber wirklich selber Schuld! Du hättest ja
mal die leeren Flaschen wegbringen können.“
„Ne“, sage ich, „bring deinen Dreck mal schön selber raus!“
„Ne“, sage ich, „bring deinen Dreck mal schön selber raus!“
Nachdem
ich einen halben Tag lang die Wohnung geputzt habe, sieht es
eigentlich wieder recht ordentlich aus. Ich habe allerdings das
Gefühl, mehr Flaschen raus getragen zu haben, als ich je in
meinem Leben gekauft habe. Es sieht fast so aus als hätte die
Ukulele den halben Weinkeller meines Nachbarn geplündert.
„Hab
ich gar nicht. Des war höchstens ein Drittel. Und überhaupt,
was will der denn damit. Der ist doch sowieso die ganze Zeit bei
irgendwelchen Mittelalter-Rollenspielen.“
Ich muss ihm Recht geben. LARP hat's meinem Nachbarn tatsächlich ganz schön angetan
Ich muss ihm Recht geben. LARP hat's meinem Nachbarn tatsächlich ganz schön angetan
Es
klingelt.
Meine
Nachbar steht in voller Montur vor meiner Tür. Die Rüstung
sieht frisch poliert aus und auch das Schwert, das er in der rechten
Hand hält, sieht aus wie neu.
„Na,
haben sie heut auch alles auf Vordermann gebracht?“, frage ich.
Irgendwie muss man diesen Barbaren doch beruhigen können.
„Ham
sie mir mein' ganzen Wein weggsuffa?“
„Nein“, sage ich eiskalt.
„Und wos is dann des?“, fragt er und deutet mit seinem gepanzerten Finger auf die Tüte mit Weinflaschen in meiner Hand.
„Ich kann mich nur wiederholen“, sage ich, „ich habe ihren Wein nicht getrunken.“
„Nein“, sage ich eiskalt.
„Und wos is dann des?“, fragt er und deutet mit seinem gepanzerten Finger auf die Tüte mit Weinflaschen in meiner Hand.
„Ich kann mich nur wiederholen“, sage ich, „ich habe ihren Wein nicht getrunken.“
Die
Ukulele kommt aus meinem Wohnzimmer. Ihr ursprüngliches braun
hat sich an einigen stellen leicht rötlich verfärbt.
Rotweinflechen, denke ich, die krieg ich ja nie wieder raus.
„Jetzt
hören Sie mir mal zu, mein lieber Glücksritter“, sagt die
Ukulele in einem hoch offiziellen Ton, „Diese Weine haben zum Teil
mehrere Jahrzehnte überdauert. Ein Verzehr ist deshalb nicht zu
verantworten. Aus diesem Anlass mussten wir sie leider entsorgen. Sie
können froh sein, dass wir sie nicht angezeigt haben.“
Der
Mund des glänzenden Monsters vor mir ist leicht geöffnet,
so als ob es etwas sagen wollen würde. Die Augen starren auf die
Ukulele. Ich frage mich ob mein Nachbar so schaut, weil er eine
sprechende Ukulele vor sich hat, oder weil er dieselbe nicht
verstanden hat.
„Saupreißn...“,
murmelt er, dreht sich um und geht.
„Gut
gemacht!“, lobe ich die Ukulele, „Wie sprichst du eigentlich, du
hast doch gar keinen Mund?“
„Ach, lass das mal meine Sorge sein“
„Ach, lass das mal meine Sorge sein“
Sie haben Post!
„Giddn Dach, isch hädd'n kleenes Päckschn für Sie.“
„Öh, des is aba rüschtsch nedd vön ihn' “, antworte ich dem Paketzusteller aus dem sehr nahen Osten in seinem Heimatdialekt, „Dann gäbmse döch ma hea.“
Er drückt mir das kleine, notdürftig zugeklebte Paket in die Hand. Nach der ihm obligatorisch geleisteten Unterschrift schließe ich sofort die Tür.Bestellt habe ich nichts und Briefbomben oder Morddrohungen erwarte ich eigentlich auch nicht.
Auf dem Adressaufkleber steht undeutlich der Name meines Vormieters. Ich weiß nicht viel von ihm, habe nur gehört, dass er wohl verrückt geworden ist. Man behauptet er habe mit allen möglichen Gegenständen gesprochen. Bevorzugt mit Musikinstrumenten.
„Oh, eine kleine Gitarre!“
Ich freue mich, denn ich mag Saiteninstrumente. Die kann man wunderbar auf Bühnen zerschlagen.
„Also, erstens bin ich eine Ukulele, und zweitens mag ich es gar nicht, eingepackt zu sein!“, sagt die kleine Gitarre.
„Äh, aber Gitarren können doch gar nicht sprechen“, staune ich.
„Würdest du mich jetzt bitte hier raus holen?“
Ich hebe die Ukulele aus der Karton. Schnurstracks geht sie in die Küche.
„A-aber, Ukulelen können doch gar nicht..“
Sie öffnet den Kühlschrank und holt sich einen Energydring, der angeblich Flügel verleihen soll, heraus. Es ist mein letztes.
Sie öffnet den Kühlschrank und holt sich einen Energydring, der angeblich Flügel verleihen soll, heraus. Es ist mein letztes.
„Hey, das ist mein letztes Redbull!“, sage ich um meine Gedanken auch meinem Gast mitzuteilen.
„Das macht nichts. Haste Vodka da?“
Ich reiche der Ukulele eine Flasche und beobachte sie dabei wie sie sich einen Vodka-RedBull mischt, der jedoch zum größten Teil aus Vodka besteht. Wie macht sie das, ohne Hände? Ich bin leicht verwirrt.
„Was schauste denn so belämmert?“, fragt die Ukulele,
„Das
musst du dir abgewöhnen, wenn ich hier wohnen soll!“
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