Mittwoch, 26. Dezember 2012

Winterwonderworld

Einsam lief er durch das verschneite Land. Es war kalt. Sehr kalt. Es war so kalt, dass fast direkt neben den Lavaflüssen schon Schnee lag. Die Landschaft wirkte gespenstisch. Weißer Boden, mit roten Flüssen durchzuigen und ein blutroter Himmel, das alles überspannend. Schon seit zwei Tagen irrte er nun durch diese gottverlassene Gegend. Und ihm war kalt. An den Lavaflüssen wärmen, das konnte er nicht. Die Angst war viel zu groß, dass er hineinfallen könnte. Berechtigt. Denn der geschmolzene Schnee an den Ufern der Flüsse nildete eine dicke, glatte Schicht aus Eis. Zu Ggroß die Gefahr hinein zu fallen.
So irrte er herum. Allein. Wo sein Gefährte war, wusste er nicht. Er wusste noch nicht einmal, wie er hier her kam. Er war gemütlich in einem Haus gesessen, Tagebuch geschrieben und sich auf den Heiligen Abend gefreut.
Und dann. Leere. Nichts als Leere und Finsternis umspannten seinen Kopf in der darauf folgenden Zeit. Und als er schließlich aufwachte, lag er frierend im kalten Schnee. Alleine. Niemand war da, der sich um ihn kümmern konnte, niemand, der ihm helfen konnte einen warmen Platz zu finden, etwas zu essen, oder seinen Gefährten.
Wo konnte der nur sein?
Er lief weiter durch die tote Landschaft. Fühlte sich leer. Nichts trieb ihn an. Der einzige Grund zu gehen, war nicht stehen zu bleiben. Sehnsucht nach Geborgenheit breitete sich aus, nach Gesellschaft, nach Menschen...

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