Der
Kuchen hat der Ukulele nicht geschmeckt.
Zu
wenig Alkohol.
Auch
war sie zutiefst enttäuscht dass keine Kerzen drauf waren.
Und
dass der See aus Eierlikör inzwischen ausgelaufen war.
Als
Trost soll ich mit ihr in einen Club gehen.
„Haste
überhaupt einen Ausweis?“, frage ich. Wir stehen in einer
langen Schlange vor genau dem Club, vor dem ich immer am meisten
Angst hatte.
„Nö“,
sagt die Ukulele.
„Musiker?“,
fragt der Zwei-Meter-Fünfzig-Türsteher.
„Was“,
frage ich.
„Ob
se Musika sin.“
„Ja“,
sagt die Ukulele und schleift mich nach drinnen. Verdammt.
Es ist
schlimmer als ich es mir vorgestellt habe.
Alles
ist schwarz.
Auch
das Licht.
Mein
T-Shirt nicht.
Das
ist weiß.
Ich
bin zur einzigen Lichtquelle in einem riesigen, schwarzen Nichts
mutiert. Ich hasse sowas. Dabei hat mir die Ukulele doch extra gesagt
ich soll was weißes anziehen
„Wieso
hast du mir gesagt ich soll was weißes anziehen?“
„Ich
wollte sehen wie die Leute hier reagieren.“
„Achsooooo.
Na dann passts ja“
Tatsächlich
reagieren die schwarzen Gestalten. Eine große, mit langen,
schwarzen Haaren und einem kleinen schwarzen Bärtchen kommt auf
mich zu. Auf seinem T-Shirt steht „Heute schon geritzt?“.
Ich
befürchte der meint das ernst“, sage ich zur Ukulele, als mein
mir immer näher kommendes Gegenüber ein Messer zieht.
„Die
haben hier auch den Arsch offen“, sage ich, als mich dichte
Nebelschwaden einhüllen.
„Also
ich finds gut“, sagt die Ukulele, „Abgesehen von der Tatsache,
dass wir den Typen mit Messer nicht mehr sehen.“
„Ich
spüre ihn“, schreie ich. Eine scharfe Klinge hat meinen linken
Arm mit einem roten Strich verziert, aus dem das Blut nur so strömt.
„Irgendwie
kommt mir die ganze Sache hier sehr komisch vor.“, sage ich als wir
bereits im Blut schwimmen. Wir werden in einen riesigen roten Strudel
gezogen.
„Eigentlich
ganz lustig“, sagt die Ukulele, „Wie auf'm Jahrmarkt“
Als
ich mich auf eine Insel aus schwarz gekleideten Körpern retten
kann ist die Ukulele verschwunden. Der Himmel hat sich blutrot
gefärbt. Apokalyptische Gestalten kommen und zerstören
alles was noch nicht zerstört ist. Ein großer schwarzer
Engel trägt mich einige Kilometer nach oben und lässt mich
los.
Ich
lande unsanft auf dem harten Holzboden. Ein Bein hat es geschafft im
Bett liegen zu bleiben. Ich verrenke mich, stehe auf und mache mir
erstmal einen Kaffee.
Wieso Kaffee? => Einfach weiterschlafen... :)
AntwortenLöschenWär ja noch schöner. Ein zweites Mal entkomm ich denen bestimmt nicht so glimpflich
AntwortenLöschenDann dürftest du theoretisch nie wieder schlafen...
AntwortenLöschenund das ist biologisch nicht vertretbar...
Ich lebe auch mit einer Ukulele zusammen. In einen Club hat sie mich aber noch nie gebracht. Aber ich war mal als einziger Beamter auf einer Rockerhochzeit.
AntwortenLöschen