Donnerstag, 27. Dezember 2012

3 Gefährten

"Was machst du denn da?", frage ich die Ukulele.
"Och, nichts besonderes"
"Du kommst auf einem Tiger dahergeritten, springst dabei über Lavaströme und Erdspalten und sagst das ist nichts besonderes"
"Naja, vielleicht ein bisschen besonder", räumt die Ukulele ein.
"Gib nicht so an!", sage ich. Wir fallen uns in die Arme. Fast drei Tage lang haben wir uns nicht gesehen. Die Zeit ist mir viel länger vorgekommen.
"Und wo haste den Tiger her?", frage ich
"Och. Von Bärnie"
"Achso, na dann. Wer ist Bärnie"
"Weiß nich. Zoowärter oder so. Wolte mich verheizen. Gottseidank hat der Tiger mit geholfen."
"Schlaues Tierchen"
"Ja. Er hat gesagt, dass er diese ganzen Menschen sowieso nicht mag. Und der Löwe muss ja auch ein totales Arschloch sein..."
"Du hast mit ihm gesprochen?", frage ich, leicht erstaunt.
"Wieso denn nicht", sagt die Ukulele.
"Wieso denn nicht", sagt der Tiger.
"Wieso denn nicht", sage ich und versuche aufzuwachen. Das muss ein Traum sein. Zu viel ist komisch, übernatürlich, einfach unmöglich.
"Immerhin haben wir jetzt noch einen Gefährten", sage ich, "Willkommen im Team"
"Och, dankeschön. Wäre doch nicht nötig gewesen", sagt der Tiger. Er ist wohl ein bisschen schüchtern.

"Doch. Natürlich ist das nötig. Immerhin hat ist ja auch einer von uns hier Schuld an dem ganzen Schammassel.", sage ich und schaue die Ukulele ein ischen böße an. Nicht sehr böße. Ich bin zu froh sie wiederzusehen. "Naja, gottseidank haben wir ja überlebt. Und außerdem war das ein ganz normaler Weltuntergang. So wie ich die Ukulele kenne, hätte das hier eigentlich eine Zombie-Apokalypse werden müssen. Aber soweit ist es ja zum Glück nicht gekommen"

Die Ukulele hustet verlegen. Irgendwie bekomme ich Angst...

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