„Ich
hab Dir ne Wanze untergeschmuggelt.“
„Was?“,
frage ich leicht erstaunt.
„Na,
damit ich dich abhören kann.“
„Achso“,
sage ich, „Klar. WARUM WILLST DU MICH ABHÖREN?“
„Jetzt
schrei doch nicht so“, sagt die Ukulele, „Ich hab mir halt
gedacht, das wäre ganz interessant.“
„Sag
mal, geht’s noch? Das sind ja hier Verhältnisse wie bei der
DDR!“, sage ich, „Wie bei der Stasi!“
„Na
und? Die DDR war ein ganz normales Land.“
„Ja
genau, ganz normal, schön mit totalitärem System und viel
Überwachung.“
„Genau“,
sagt die Ukulele, „Wie es halt jetzt auch ist.“
„Wie?“,frage
ich leicht erstaunt. Ich muss mich langsam an die spezielle Denkweise
der Ukulele gewöhnen.
„Na,
zum Beispiel die StVO?“
„Was?“,
frage ich leicht erstaunt. Ich muss mich langsam an die spezielle
Denkweise der Ukulele... ach was soll's.
„Sag
mal, hörst du irgendwie schlecht? Es Te Vau Oh“, buchstabiert
die Ukulele nochmal ganz langsam, „Der Inbegriff der Diktatur“
„Bitte?“,
frage ich leicht erstaunt. Ich muss mich echt... Ist ja auch egal.
„Na,
schaus dir doch mal an. Rechts vor links. Und bei rot muss man
stehn.“
„Ja,
aber fahren darfste bei grün“
„Ähh,
ja genau. Des is nur ganz kurz zu sehen. Man soll sozusagen davor
fliehen.“
„Und
gelb?“
„Also
das is doch klar. Gelb ist nicht stehen und nicht fahren. Gelb ist
sinnlos.“
„Das
klingt allerdings logisch.“, sage ich.
„An
diese diktatorischen Zwänge kann und werde ich mich nicht
halten. Das verbietet mir mein Gewissen!“
„Ach
deshalb hast du keinen Führerschein.“
„Ne.“
„Wieso
dann?“
„Zu klein“
„Och
du ärmster. Sag mal, wie sind wir eigentlich auf dieses Thema
gekommen? Ich weiß nur noch, dass ich mich über irgendwas
tierisch aufgeregt habe.“
„Ich
weiß auch nicht“, sagt die Ukulele und verlässt grinsend
das Zimmer. Irgendwas sagt mir, dass sie mich gerade angelogen hat.